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Für wen zahlt ein anderer die Steuern?

Hunde haben kein Portemonnaie.

Deshalb zahlt nicht der Hund die Hundesteuer, sondern sein Mensch. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Hundesteuer in Dänemark und Deutschland eingeführt, 1812 im Kanton Zürich. Die Begründung war überall die gleiche: Wer sich einen Hund leisten kann, ist wohlhabend genug, dafür eine Luxussteuer abzuliefern. Nutzniesser waren die Armenkassen der Gemeinden, im Kanton Zürich flossen ihnen drei Viertel der Hundegelder zu, während der Kanton ein Viertel kassierte. Seit 1995 sind hierzulande die Hundesteuern Gemeindesache und eigentlich eher Gebühr als Steuer, denn der Ertrag kommt nicht mehr den Armen zu Gute, sondern den Reichen, die sich einen Hund leisten können: Die öffentliche Hand finanziert die Beutel und die Kübel für den Hundsdreck.

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