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Endlich: Jetzt wird das Benzin merklich billiger

So rapide der Ölpreis in die Höhe schoss, so schnell rasselt er nun wieder in den Keller. Autofahrer dürfen sich freuen: Tankstellenbetreiber stellen markante Preisreduktionen in Aussicht.

«Hält dieser Trend an, wird der Preis bald sinken, möglicherweise unter 1.80 Franken noch in diesem Monat», sagt Daniel Hofer von Migrol auf Anfrage von Redaktion Tamedia. Derzeit liegt der Literpreis bei Migrol bei 1.88 Franken. Damit könnte der tiefe Ölpreis – am Dienstag fiel das Fass Rohöl erstmals unter 90 Dollar – endlich auch spürbar für die Konsumenten an der Zapfsäule durchschlagen.

Auch bei BP sind Preissenkungen ein Thema - Sprecherin Isabelle Thommen äussert sich aber etwas vorsichtliger. «Wenn es der Markt erlaubt, werden wir aber in den nächsten Tagen mit den Preisen runtergehen» Wie stark die Reduktion ausfällt, lässt sie offen; derzeit seien die Märkte zu volatil, um eine Prognose zu wagen. Zugleich fasst auch das Tankstellennetz Avia Preissenkungen in den kommenden Tagen in Aussicht.

Talfahrt des Ölpreises am Autofahrer vorbei

Bislang ging die Talfahrt des Ölpreises weitgehend an den Autofahrern vorbei. Im Juli hatte der Preis für ein Fass mit mehr als 147 Dollar ein Allzeithoch erreicht. Seither verlor der Rohstoff rapide an Wert – die Benzinpreise gingen trotzdem bloss um knapp 5 Prozent zurück. Hätte der Preis an der Zapfsäule im Gleichschritt mit den Ölpreis abgenommen, hätte der Benzinpreis längst unter 1.60 Franken fallen müssen.

Hohe Steuern halten Benzinpreis hoch

Dass die Treibstoffpreise nur so zögerlich auf die Rohölnotierung reagieren, dafür sorgen vor allem die hohen Steuern auf dem Treibstoff: «In der Schweiz machen etwa 47 Prozent des Preises an der Zapfsäule Steuern aus», erklärt Armin Heitzer von der Erdölvereinigung auf Anfrage. Ebenfalls würden der Dollarkurs und die Frachtpreise die Preisgestaltung beeinflussen.

Hinzu kommt: Auch die Preisentwicklung des Benzins muss nicht parallel zum Erdölpreis verlaufen. Zu Differenzen könnte es etwa laut Heitzer aufgrund der Schäden an Raffinerien kommen, die durch die Hurrikane entstanden sind und zu Produktionsverzögerungen führen könnten.

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