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EFG nach Hedge-Fonds-Abschreibern tief in den roten Zahlen

Die Bank EFG International weist für das vergangene Jahr einen grossen Verlust von 721,8 Millionen

Fr. aus. Hauptgrund sind Abschreiber auf Hedge-Fonds-Beteiligungen. Die von der griechischen Reederfamilie Latsis kontrollierte Bank hatte bereits im vergangenen Juli bekannt gegeben, es würden auf die Anlagegesellschaften MBAM, CMA und DSAM Abschreiber von total 859,5 Millionen Fr. fällig. Das führte zu einem Halbjahresverlust von 799,2 Millionen Franken. Finanzchef Rudy van den Steen wurde daraufhin von Jean- Christophe Pernollet abgelöst. Der Kern-Gewinn, der die Abschreiber sowie Mitarbeiteroptionen ausklammert, belief sich laut EFG auf 172 Millionen Franken. Das sind 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Entscheid zur Wertberichtigung unterstreiche die Fokussierung von EFG International auf das Vermögensverwaltungsgeschäft (Private Banking), wird Konzernchef Lonnie Howell im Communiqué vom Mittwoch zitiert. Trotz des hohen Verlustes schüttet die Bank eine steuerfreie Dividende von 10 Rappen pro Aktie aus. Im Vorjahr waren bei einem Gewinn von 101,1 Millionen Fr. ebenfalls 10 Rappen entrichtet worden. Margen unter Druck 2010 entwickelte sich auch das Kundengeschäft grösstenteils verhalten, wie es weiter hiess. Das unsichere wirtschaftliche Umfeld habe zu einer Verlagerung in Barmittel und zu einem unweigerlichen Druck auf die Margen geführt. Zum Jahresende habe sich die Lage aber verbessert. Die Abschreiber haben das Vertrauen der Kunden offenbar nicht erschüttert. Die Gesellschaft zog von Privatkunden Neugeld von 11 Milliarden Fr. an. Damit belief sich das Neugeldwachstum auf 13 Prozent. Es wurde aber durch den negativen Einfluss des starken Frankens (10,1 Milliarden Franken) wettgemacht. Die ertragsgenerierenden verwalteten Kundenvermögen schrumpften von 86,2 Milliarden auf 84,8 Milliarden Franken per Ende 2010. 2010 eröffnete EFG International Standorte in Dänemark, Uruguay und Key Biscayne, Florida. In der Schweiz kam eine Filiale in Lugano hinzu. Die Anzahl Kundenberater erhöhte sich von 650 auf 675. EFG bestätigte die mittelfristigen Ziele und peilt für 2011 einen Kern- Reingewinn von mindestens 200 Millionen Fr. an.

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