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Eine Packung Pillen für 19’000 Franken

Ein US-Konzern verdient mit einem neuartigen Hepatitis-C-Medikament Milliarden. Für viele Betroffene bleibt die Wunderpille jedoch ausser Reichweite – auch in der Schweiz.

Bis zu 80'000 Menschen in der Schweiz tragen das Hepatitis-C-Virus in sich: Blutproben im Labor. Foto: Alamy
Bis zu 80'000 Menschen in der Schweiz tragen das Hepatitis-C-Virus in sich: Blutproben im Labor. Foto: Alamy

Die Krankheit ist heimtückisch. Der Betroffene spürt jahrzehntelang nichts. Und wenn er dann doch etwas bemerkt, ist die Leber bereits schwer geschädigt: Leberzirrhose, Leberversagen, Leberkrebs sind die oftmals tödlich verlaufenden Folgen von Hepatitis C.

In der Schweiz wird die Zahl der Virusträger auf 70’000 bis 80’000 Personen geschätzt. Das Beunruhigende dabei: Weniger als die Hälfte davon weiss, dass sie betroffen ist, sagt der Arzt Philip Bruggmann von Arud Zentren für Suchtmedizin in Zürich. Die bisherige Therapie gegen das Virus – unter anderem mit Interferonen (immunstimulierenden Hormonen) – ist laut Mediziner für die Kranken wegen oftmals heftiger Nebenwirkungen sehr belastend und teuer, weil es den Einsatz weiterer kostspieliger Medikamente erfordert. Laut Bruggmann sind denn auch bis jetzt in der Schweiz nicht mehr als 1000 Personen behandelt worden.

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