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Energiekonzern Eon erwartet 2011 starken Gewinnrückgang

Düsseldorf Deutschlands grösster Energiekonzern E.ON hat wegen Problemen im Strom- und Gasgeschäft und hohen Abschreibungen auf Zukäufe einen Gewinneinbruch verbucht.

Der Versorger rechnet auch 2011 mit einem sinkenden Ergebnis. Unter dem Strich brach der Gewinn 2010 um 30 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro ein, wie E.ON am Mittwoch mitteilte. Der bereinigte Überschuss sank zwar lediglich um vier Prozent auf 4,9 Milliarden Euro, er fiel damit aber geringer aus, als Analysten erwartet hatten. Der Umsatz stieg hingegen unerwartet stark um 16 Prozent auf 92,9 Milliarden Euro. Dem Konzern machen wie dem Konkurrenten RWE die Belastungen aus der deutschen Atomsteuer, sinkende Stromgrosshandelspreise und ein schwächelndes Gasgeschäft zu schaffen. 2011 werde das bereinigte EBITDA auf 11,2 bis 11,9 Milliarden Euro sinken, nachdem es 2010 noch 13,346 Milliarden Euro betragen hatte. Der bereinigte Überschuss werde weiter fallen auf 3,3 bis 4,0 Milliarden Euro. Auch 2012 werde schwierig, 2013 solle es aber wieder bergauf gehen. Das EBITDA solle dann mindestens 13 Milliarden Euro betragen und damit auf dem Niveau von 2010 liegen. Allein die deutsche Atomsteuer belaste den Konzern ab 2011 jährlich mit knapp einer Milliarde Euro. Im Gasgeschäft muss E.ON in seinen langfristigen Lieferverträgen dem russischen Gazprom-Konzern hohe Preise zahlen, während die Kunden nur die zuletzt deutlich gefallen Spotmarktpreise zahlen wollen. Zudem wurde das Konzernergebnis durch Abschreibungen von 2,6 Milliarden Euro unter anderem auf die Zukäufe in Südeuropa belastet. Auf den Konzernüberschuss drückte auch der Wegfall der verkauften Geschäfte der Stadtwerketochter Thüga und des deutschen Hochspannungsnetzes.

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