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Eric Sarasin: «Wenn Abkommen platzt, wäre das ein Desaster»

Eric Sarasin, Präsident der Handelskammer Deutschland- Schweiz, hofft, dass das Steuerabkommen mit Deutschland bald abgeschlossen wird.

Ein mögliches Platzen des Abkommens bezeichnet Sarasin als Desaster. «Alles würde von vorne beginnen, möglicherweise vergingen Jahre, bis ein neues Abkommen steht», sagte er im Interview mit der «SonntagsZeitung». Dabei sieht er mehrere Risiken. So müssten die Schweizer Banken, welche auf die Abgeltungssteuer gesetzt haben, weiterhin auf Rechtssicherheit warten. Aus Deutscher Sicht bestehe das Risiko, dass Steuerflüchtlinge ihr Geld aus der Schweiz weg einfach in andere Länder transferierten, so Sarasin. Weiter gibt er zu bedenken, dass ein Abkommen mit Deutschland Modellcharakter habe. Wenn der Steuerstreit mit Deutschland gelöst sei, dürften aus Sarasins Sicht weitere Abkommen in rascher Folge abgeschlossen werden. Dass sich der Steuerstreit auf die Handelsbeziehung der beiden Länder auswirken wird, glaubt Sarasin indes nicht. Die Schweiz und Deutschland hätten eine weitreichende Vergangenheit. «Die Missstimmung wegen der Steuerangelegenheit hinterlässt - bis jetzt zumindest - keine sichtbaren Spuren», sagte er. Das Steuerabkommen mit der Schweiz ist in Deutschland heftig umstritten. Das zeigte sich am Freitag bei der ersten Beratung des Ratifizierungs-Gesetzes im Bundestag in Berlin. Eine Einigung gab es vorerst nicht. SPD, Grüne und Linke lehnten die ausgehandelten Regelungen nachdrücklich ab.

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