Zum Hauptinhalt springen

Ericsson-Kunden sparen an Telekomnetzen - Gewinn bricht ein

Stockholm Der weltgrösste Telekomausrüster Ericsson bekommt die schwächere Weltkonjunktur zu spüren.

Im abgelaufenen Quartal rutschte der Gewinn stärker ab als erwartet. Einen drastischen Geschäftseinbruch erlitt das Unternehmen in der wichtigen Netzwerksparte. Die Erlöse seien vor allem in Nordamerika, China, Russland und Indien zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Ericsson musste daher im zweiten Quartal bei stabilem Umsatz einen Gewinneinbruch hinnehmen. Der Konzern meldete einen Reinerlös von 1,1 Milliarden Kronen (152 Millionen Franken), nachdem es im Vorjahreszeitraum noch 3,1 Milliarden Kronen (432 Millionen Franken) gewesen waren. Der Umsatz stieg von 54,77 Milliarden Kronen (7,6 Milliarden Franken) leicht auf 55,32 Milliarden Kronen (7,7 Milliarden Franken). Konzernchef Hans Vestberg erklärte, Ericsson habe die bewusste Entscheidung getroffen, Marktanteile hinzu zu gewinnen, selbst wenn das bedeute, dass die Gewinnmarge darunter leide. Ericsson geht nach eigenem Bekunden davon aus, dass die Gewinnmarge noch einige Monate unter Druck bleiben wird. Ericsson zählt vor allem Mobilfunkunternehmen zu seinen Kunden. Telekomanbieter investierten 2011 kräftig in ihre Netze, um den zunehmenden Datenverkehr durch Smartphones und Tablet-PCs zu stemmen. Seit Ende 2011 halten sie sich jedoch bei den Ausgaben zurück. Nicht nur die schwächere Konjunktur, sondern auch der harte Wettbewerb macht den Mobilfunkern zu schaffen. Investoren zeigten sich am Mittwoch von den Zahlen zunächst enttäuscht: Der Kurs der Ericsson-Aktie fiel im frühen Handel um knapp fünf Prozent.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch