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Ermotti hat laut Villiger eine weisse Weste

Sergio Ermotti ist nach Ansicht der UBS-Leitung nicht vorbelastet.

Die Abklärung seiner früheren Verwaltungsratsmandate habe ein «einwandfreies Bild» ergeben, sagte der abtretende Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger. Ermotti habe «Hand geboten» bei diesem Prozess, sagte Villiger am Dienstag vor den Medien in Zürich. Ermotti hatte nach seiner Ernennung zum provisorischen Chef der UBS am 24. September für Schlagzeilen gesorgt, weil er unter anderem Mandate bei Immobilienfirmen im Steuerparadies Panama gehalten hatte. Die Ernennung Ermottis zum definitivem Konzernchef soll der UBS und ihrer neuen Strategie laut Villiger mehr Glaubwürdigkeit verleihen. Ermotti sei die «Schlüsselfigur» bei der Neuausrichtung der Bank, die in den nächsten Jahren ihr Investment-Geschäft verkleinern und von Risiken entlasten will. Es sei besser, wenn am kommenden Donnerstag der definitive Chef die künftige Strategie der UBS präsentiere, sagte Villiger. «Wir haben bereits mit der Einführung der neuen Strategie begonnen», sagte Ermotti, der am Dienstag zum ersten Mal seit seinem Aufrücken an die UBS-Konzernspitze im Rahmen einer Medienkonferenz vor die Schweizer Medien trat. Nicht ganz ohne Risiken Die neue Strategie solle in der Organisation enger zusammenarbeiten und die Säulen Vermögensverwaltung, Anlageverwaltung für institutionelle Kunden und Investmentbank nicht mehr so separat stehen wie bisher, sagte Ermotti. Ganz ohne Risiken werde es nicht gehen, sagte er. Eine Bank müsse Risiken auf sich nehmen, aber diese müssten verhältnismässig sein. Ob Investmentbank-Chef Carsten Kengeter ausgewechselt werden könnte, wollte Ermotti nicht kommentieren. Er traue Kengeter zu, die Investmentbank verkleinern zu können, sagte Ermotti. Kengeter werde am Donnerstag in New York die neue Strategie mitpräsentieren. Den künftigen UBS-Präsident Axel Weber kenne er aus der Zeit bei UniCredit, sagte Ermotti. Er freue sich auf die Zusammenarbeite mit dem früheren Chef der deutschen Bundesbank und er glaube, er und Weber würden sich gut ergänzen.

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