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EU-Kommission nimmt weitere Pharmafirmen ins Visier

Brüssel Die EU-Kartellwächter haben erneut Pharmakonzerne wegen des Verdachts der Verhinderung günstiger Generika unter die Lupe genommen.

Betroffen sind diesmal der französische Arzneimittelhersteller Servier, der israelische Generikahersteller Teva und vier weitere Unternehmen. Die Wettbewerbshüter hegen den Verdacht, dass die Konzerne über Verträge den Marktstart von günstigen Kopien des Blutdruckmittels Perindopril hinausgezögert haben. Die Patentvereinbarungen von Servier mit den Firmen Niche/Unichem, der inzwischen zu Mylan Laboratories gehörenden Firma Matrix sowie mit Teva, Krka und Lupin hätten damit Wettbewerbsregeln verletzt, teilte die EU-Kommission am Montag mit. In der vergangenen Woche hatten die Wettbewerbshüter bereits den deutschen Pharmakonzern Merck, die dänische Firma Lundbeck und weitere Arzneimittelhersteller unter die Lupe genommen. Dabei ging es um Vereinbarungen von Lundbeck mit vier Generika-Herstellern, darunter die ehemalige Generika-Sparte von Merck, zu dem Mittel Citalopram gegen Depressionen. Auch hier lautete der Verdacht, Lundbeck habe mit den Firmen über Verträge den Markteintritt von günstigeren Kopien des Medikaments verhindert. Lundbeck hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Ein Merck- Sprecher kündigte an, die Beschwerden zu analysieren.

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