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Euro erholt sich - Erneut Gerüchte um SNB

Der Euro hat sich am Dienstag nach enttäuschenden Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke zur Lage der amerikanischen Wirtschaft etwas erholt und ist deutlich über die Marke von 1,32 US-Dollar gestiegen.

Im Nachmittagshandel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3273 Dollar. Zuvor hatte die Sorge der Anleger vor einer Staatspleite Griechenlands den Euro weiter belastet und zeitweise auf ein Tagestief bei 1,3144 Dollar gedrückt. Das war der tiefste Stand seit Januar. Zum Franken konnte der Euro ebenfalls deutlich an Boden gutmachen und stieg zuletzt auf 1,2231 Franken nach 1,2153 Franken am Mittag. Erneut flammten am Markt Gerüchte auf, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre Untergrenze des Euro/Frankenpaars anheben könnte. Intervention der SNB Frage der Zeit Für einen Händler ist eine weitere Intervention der Notenbank nur eine Frage der Zeit. «Ich kann mir gut vorstellen, dass die Währungshüter die Grenze noch in diesem Quartal auf 1,25 oder 1,30 Franken anheben. Ansonsten bleibt der Druck auf die Unternehmen und das Risiko für eine Wirtschaftsabschwächung einfach zu hoch», sagte er. Der Dollar rangierte nach einem kurzen Rücksetzer weiter über 0,92 Franken und kostete zuletzt 0,9213 Franken. In einer Anhörung vor dem gemeinsamen Wirtschaftsausschuss von Senat und Repräsentantenhaus habe US-Notenbankchef Bernanke mit Blick auf die amerikanische Wirtschaft «keinen Anlass zu Optimismus gegeben», erklärte Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank die leichte Erholung des Euro. In der grössten Volkswirtschaft der Welt sei das Wachstum nach wie vor zu schwach für eine Erholung auf dem wichtigen Arbeitsmarkt. Zur Ankurbelung der lahmenden Wirtschaft stellte Bernanke erneute Stützungsmassnahmen der Zentralbank in Aussicht. Ein erneuter Kauf von Staatsanleihen durch die US-Notenbank (Fed) sei «nicht vom Tisch», kommentierte Leuchtmann die Auswirkungen der Bernanke-Aussagen auf den Handel an den Devisenmärkten. Ein weiterer Kauf von US-Staatsanleihen durch die Fed dürfte dem Euro im Handel mit dem Dollar Auftrieb verleihen. Zuvor hatten Meldungen vom Treffen der EU-Finanzminister den Kurs des Euro noch deutlich belastet. Die jüngsten Stellungnahmen von führenden Vertretern der Eurozone seien für die Anleger enttäuschend ausgefallen, sagte Experte Leuchtmann. Das Treffen der Minister in Luxemburg habe ein Zeichen der mangelnden Handlungsfähigkeit der Politik in Europa geliefert.

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