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Euro-Finanzminister zu Griechenland und Euro-Rettungfonds EFSF

Die Finanzminister der Euro-Zone haben am Freitagnachmittag in Brüssel ihre Beratungen zur nächsten Finanz- Tranche für Griechenland aufgenommen.

Ohne das Geld droht Athen Mitte November die Pleite. Die Euro-Gruppe werde sich «hoffentlich auf die Auszahlung der nächsten Rate der Griechenland-Hilfen in Höhe von acht Milliarden Euro einigen», sagte Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker bei seiner Ankunft in Brüssel. Die Experten der so genannten Troika, also von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds, hatten die Finanzspritze aus dem alten Hilfsprogramm von 110 Milliarden Euro empfohlen. Frankreichs Finanzminister François Baroin sagte: «Wir wollen ein starkes Signal für die Euro-Stabilisierung geben.» Die Banken müssten «in einem angemessenen Masse» an einem möglichen Schuldenschnitt für Griechenland beteiligt werden. Ein umstrittenes Thema bei dem Sondertreffen ist die künftige Schlagkraft des aktuellen Euro-Rettungsfonds EFSF. Ein Modell ist ein «Hebel», mit dem das Ausleihvolumen des EFSF von 440 Milliarden Euro de facto vervielfacht werden könnte. Der EFSF würde dabei mit einer Art Teilkasko-Versicherung nur für einen Teil - beispielsweise 20 Prozent - und nicht für 100 Prozent einer Anleihe geradestehen, wenn ein Staat Pleite geht. Der Hebel könnte bei neuen Anleihen von Staaten mit schlechter Kreditwürdigkeit wie Spanien und Italien zum Einsatz kommen. EU-Währungskommissar Olli Rehn rief die EU-Mitgliedstaaten auf, sich im Kampf gegen die Schuldenkrise rasch zu einigen. «Wir brauchen ein umfassendes Paket», sagte der Finne. Dazu gehört auch eine Abmachung zur zeitweiligen Stärkung des Eigenkapitals von grossen Banken, um sie gegen Auswirkungen der Schuldenkrise zu wappnen.

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