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Euro-Krise lastet schwer auf britischer Wirtschaft

London Das Schuldendrama in der Euro-Zone belastet nach Ansicht der Bank von England zunehmend auch die britische Wirtschaft.

Er sei selbst überrascht, wie dramatisch sich die Lage in der jüngsten Zeit verschlechtert habe, sagte Zentralbank-Chef Mervyn King am Dienstag bei einer Parlamentsanhörung in London. Er sei auch pessimistisch was die Zukunft der Euro-Zone angehe. «Ich bin besonders beunruhigt, weil ich in den vergangenen zwei Jahren gesehen habe, dass die Situation in der Euro-Zone sich immer weiter verschlimmert hat und zugleich eine Lösung des Problems immer wieder verschoben wurde», sagte King. Anfang des Monats hatte King für einen weiteren Stimulus für die abermals in die Rezession gerutschte britische Wirtschaft plädiert, war aber im geldpolitischen Rat der Notenbank knapp damit gescheitert. Die Mehrheit des Gremiums hatte mit fünf gegen vier Stimmen damals noch gegen eine dritte Runde von Staatsanleihenkäufen votiert. Experten glauben jedoch, dass die Bank of England schon kommende Woche die Geldschleusen abermals öffnen könnte. King deutete dies vor den Parlamentariern auch an: Er habe sogar nichts gegen eine weitere Zinssenkung, sollte sie nötig werden, gab er zu Protokoll. Die Bank Rate, der Leitzins in Grossbritannien, steht bereits seit längerer Zeit bei extrem niedrigen 0,5 Prozent.

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