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Ex-Chef der «Money Service Group» in Untersuchungshaft Auslieferung an Liechtenstein noch offen

Der Gründer und Ex-Chef des Liechtensteiner Finanzdienstleisters Money Service Group (MSG) ist in St. Gallen in Untersuchungshaft.

Der Haftrichter hat am Freitag dem Antrag der Staatsanwaltschaft stattgegeben. Der Financier steht wegen Betrugs unter Verdacht. Gegen den 40-jährigen Deutschen läuft in St. Gallen eine Strafuntersuchung wegen möglicher Vermögensdelikte rund um seine Firma Samiv AG. Die Untersuchung werde «einige Zeit in Anspruch nehmen», heisst es im Communiqué der Staatsanwaltschaft. Die Justizbehörden des Fürstentums Liechtenstein haben die Auslieferung des Geschäftsmann beantragt, der am vergangenen Montag in St. Gallen festgenommen worden war. In Liechtenstein wird gegen die Gruppe ebenfalls wegen Anlagebetrugs ermittelt. Über die Auslieferung entscheide das zuständige Bundesamt in einem separaten Verfahren, schreibt die Staatsanwaltschaft. Das Auslieferungsverfahren sei in jedem Fall subsidiär zu den in der Schweiz geführten Verfahren, heisst es. Für den Inhaftierten gelte die Unschuldsvermutung. Der Geschäftsmann hatte in Schaan FL die Money Service Group aufgebaut. Das Unternehmen profilierte sich als Sport-Sponsor, etwa der Schweizer Fussball Super League, des Formel-1-Rennstalls Sauber und des ehemaligen Weltmeisters Niki Lauda. MSG soll noch offene Rechnungen haben. In die Schlagzeilen kam MSG vergangene Woche, als bekannt wurde, dass die Liechtensteiner Justiz wegen Verdachts des schweren gewerbsmässigen Betrugs und anderer Delikte gegen mehrere Verantwortliche des Finanzdienstleisters ermittelt. Am Firmensitz kam es zu Hausdurchsuchungen.

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