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Exporte im zweiten Quartal wieder deutlich angestiegen SNB-Deviseninterventionen prägen Kapitalverkehr

In der Zahlungsbilanz der Schweizer Nationalbank (SNB) zeigt sich deutlich, dass der Aufschwung der Exportwirtschaft auch im zweiten Quartal angehalten hat.

Die Einnahmen von Exporten stieg gegenüber dem äusserst schwachen Vorjahr um 14 Prozent auf 74 Mrd. Franken. Ebenfalls deutlich angezogen haben die Importe: Für die Einfuhr von Waren und Dienstleistungen flossen 57 Mrd. Fr. oder 11 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2009 aus der Schweiz. Der daraus resultierende Einnahmenüberschuss aus dem Aussenhandel von rund 17 Mrd. Franken liegt 3 Mrd. Franken über dem Vorjahr, wie die SNB am Donnerstag mitteilte. Einen Zuwachs der Importe und Exporte stellte die SNB in allen Wirtschaftssparten fest. Besonders rasch in die Höhe geklettert sind die Ausgaben für Importe von Rohstoffen (&20 Prozent) sowie jene für die Einfuhr von Konsumgütern (&16 Prozent). Ins Gewicht gefallen ist auch das 9-Prozent-Wachstum der grössten Exportbranche, der chemischen Industrie. Eine Ausnahme in der Aussenhandelsbilanz bilden die Einnahmen der Schweizer Banken für ihre Dienstleistungen im Ausland: Sie fielen um 1 Prozent tiefer aus als im Vorjahr. Unter Einbezug der Arbeits- und Kapitaleinkommen resultiert in der Schweizer Ertragsbilanz schliesslich ein Einnahmeüberschuss von 17,1 Mrd. Franken. Der Überschuss fällt damit rund 2,2 Mrd. Fr. höher aus als vor einem Jahr, jedoch 2,1 Mrd. Fr. tiefer als im ersten Quartal dieses Jahres. Einfluss auf die Ertragsbilanz hatten insbesondere die gestiegenen Erträge der ausländischen Direktinvestitionen in der Schweiz. Durch sie sank der Einnahmeüberschuss der Kapitaleinkommen um 1,3 Mrd. Fr. auf noch 6,5 Mrd. Franken. Schweiz ist attraktiv für Anleger Der Kapitalverkehr der Schweiz wurde im 2. Quartal von den Devisenmarktinterventionen der SNB geprägt: Der Erhöhung ihrer Währungsreserven um 111 Mrd. Fr. standen allerdings umfangreiche Kapitalimporte der Geschäftsbanken im Kredit- und Einlagengeschäft gegenüber. Diese beliefen sich gemäss SNB auf netto 39 Mrd. Franken. Dass der Franken von Anlegern als sicherer Hafen betrachtet wird, zeigt sich bei den hohen Zuflüssen in Portfolioinvestitionen, die ebenfalls ein Gegengewicht zu den Frankenverkäufen der SNB bilden. Über ausländische Portfolioinvestitionen flossen netto 20 Mrd. Franken in die Schweiz. Aus dem Kreditverkehr der SNB mit Zentralbanken und Geschäftsbanken im Ausland ergaben sich weitere Kapitalimporte von netto 16 Mrd. Franken, wogegen bei den Direktinvestitionen ein Nettokapitalexport von 18 Mrd. Franken resultierte. Insgesamt weist die Schweiz im Kapitalverkehr ein Abfluss von 46 Mrd. Franken aus. Vor einem Jahr betrug dieser erst 38 Mrd. Franken.

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