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Ex-Post-Präsident Claude Béglé will Cleantech-Sektor fördern

Der ehemalige Post-Verwaltungsratspräsident Claude Béglé will in der Westschweiz mit Unterstützung des Kantons Genf nachhaltig handelnde Industrien (Cleantech) fördern.

Béglé war im vergangenen April vom Genfer Staatsrat Pierre- François Unger mit einem entsprechenden Projekt beauftragt worden. Am Montag präsentierte Béglé vor den Medien in Genf die Resultate seiner Studie. Die Westschweiz verfüge über Trümpfe, um ein Cleantech- Kompetenzzentrum mit internationaler Ausstrahlung einzurichten, erklärte Béglé. Béglé schlug die Lancierung eines «Cleantech-Katalysators für die Westschweiz» mit kantonaler Unterstützung vor. Damit sollten Synergien angeregt, Partnerschaften gefördert und ausländische Firmen angezogen werden. Ausserdem solle eine internationale Denkfabrik (centre de réflexion) gegründet werden. Staatsrat Unger erklärte, dass in den nächsten Monaten eine entsprechende Gesetzesvorlage ausgearbeitet werden soll. Zum Start sei der Kanton Genf bereit, sich mit 1,5 Mio. Fr. zu engagieren, um eine administrative Struktur und einen wissenschaftlichen Rat einzurichten. Vorbilder USA und China Die Wachstumschancen für die Cleantech-Industrien sind laut Béglé gross. Niemand wolle den Zug verpassen und die Welt warte nicht auf die Schweizer Unternehmen. Laut Béglé unterstützten die USA im vergangenen Jahr die Branche mit 66 Mrd. Dollar und China die ihrige mit 47 Milliarden. Eine staatliche Unterstützung in der Schweiz ist nach Ansicht von Unger notwendig. Die Mehrheit des Kapitals müsse aber von privater Seite aufgewendet werden, betonte der Genfer Staatsrat. Nach Angaben der Schweizer Vereinigung der Cleantech-Branche sind in diesem Bereich in der Schweiz rund 160'000 Personen tätig. Der Sektor erarbeite 3 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP). Laut Béglé sind in der Westschweiz rund 370 Unternehmen in der Branche aktiv. Die Spannweite reicht von Start-up bis zum Multi.

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