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Facebook will Klagen zu Börsengang bei einem Gericht konzentrieren

New York Knapp einen Monat nach dem verpatzten Börsengang von Facebook hat das soziale Netzwerk beantragt, Klagen von Investoren an einem Bundesgericht in New York zu sammeln.

Im Zusammenhang mit dem Börsengang am 18. Mai sind mehr als 40 Klagen an verschiedenen US-Gerichten eingegangen. Sie sollten aus praktischen Gründen an einem Gericht zentralisiert werden, hiess es zur Begründung in dem auf Donnerstag datierten Antrag, der am Freitag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Der Antrag ist von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Geschäftsführerin Sheryl Sandberg, Mitgliedern des Aufsichtsrats und den drei Grossbanken Morgan Stanley, JPMorgan Chase und Goldman Sachs unterzeichnet, die den Börsengang organisiert hatten. Der Börsengang war von grossen Erwartungen begleitet worden, doch war der Aktienkurs an den drei ersten Handelstagen um fast ein Fünftel eingebrochen. Nachdem Vorwürfe laut geworden waren, Facebook habe nur wenige ausgewählte Kunden über die Gewinnprognosen informiert, reichten viele Investoren Klage ein. Weil es zudem technische Probleme beim Börsengang gegeben hatte, geriet auch die Technologiebörse Nasdaq ins Visier. Durch den Börsengang hatte das Unternehmen mindestens 16 Milliarden Dollar eingenommen. Rund tausend Mitarbeiter wurden über Nacht zu Millionären. Zahlreichen Investoren bescherte der Einbruch des Kurses jedoch massive Verluste. Am Freitag stieg die Aktie, deren Ausgangspreis ursprünglich bei 38 Dollar gelegen hatte, um sechs Prozent auf 30 Dollar. Technischer Geschäftsführer geht Unterdessen verlor Facebook seinen technischen Geschäftsführer. Chief Technology Officer Bret Taylor kündigte am Freitag an, dass er das Unternehmen verlassen werde, um eine eigene Firma mit seinem Freund Kevin Gibbs zu gründen. Zuckerberg bezeichnete Taylor als guten Freund und Teamkollegen, mit dem er gerne zusammengearbeitet habe.

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