Zum Hauptinhalt springen

Fieberhafte Lösungssuche bei Regulierung für Derivate-Handel Sitzung mit Grossbritannien in kleinem Kreise

Die Suche für eine stärkere Regulierung des ausserbörslichen Handels mit Derivaten gestaltet sich beim EU- Finanzministerrat in Luxemburg schwierig.

Am Dienstagnachmittag zogen sich mehrere Länder zu einer Sitzung im kleinen Kreise zurück. Dazu gehörten nebst dem ausgewiesenen Gegner des Vorschlags, Grossbritannien, auch Deutschland, Frankreich und die polnische EU- Ratspräsidentschaft. Mit von der Partie war nach Angaben aus Sitzungskreisen weiter der zuständige EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier. Die kleine Runde will versuchen, eine Kompromisslösung für die Regelung zu finden, der auch Grossbritannien zustimmen kann. London fürchtet um die Folgen der strengeren Regeln. Mit den neuen Vorschriften will Brüssel den gigantischen ausserbörslichen Handel mit Derivaten (OTC-Derivate) vereinheitlichen. Risiken sollen eingeschränkt und die Marktteilnehmer zu mehr Transparenz verpflichtet werden Britische Diplomaten verwiesen im Vorfeld darauf, dass drei Viertel des europäischen Derivate-Handels auf britischem Boden stattfindet. Deshalb, so die Hoffnung der Briten, würden es die EU- Staaten zuletzt nicht wagen, die wichtigste Partei in diesem Handel zu überstimmen. Diese Hoffnung bestätigte sich am Dienstag. Schweden, die Niederlande und Tschechien befanden es nicht sinnvoll, Grossbritannien einfach zu überstimmen. Das sei in «solch sensiblen Zeiten» nicht ratsam. Die polnische EU-Ratspräsidentschaft wollte am Dienstag eigentlich Grünes Licht erhalten, um mit dem EU-Parlament über die Vorschläge verhandeln zu können. Nach der Zustimmung im Parlament müssen die Mitgliedstaaten den Text noch definitiv verabschieden, allerdings genügt hier die qualifizierte Mehrheit. Notiz an die Redaktion: Die angekündigte Zusammenfassung zu den Derivaten verzögert sich bis 17.30 Uhr.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch