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Finanzkrise brodelt weiter: US-Versicherer ist pleite

New York Die Finanzkrise fordert ein spätes Opfer: Der US-Versicherer Ambac Financial meldete am späten Montag (Ortszeit) Insolvenz an.

Dem Unternehmen war es nicht gelungen, das nötige Geld für anstehende Zinszahlungen aufzutreiben. Die Geschäfte sollen aber erst einmal weiterlaufen, teilte der Konzern mit. Die Aktie stürzte nachbörslich um 63 Prozent ab und notierte bei noch 19 Cent. Ambac Financial hatte bereits vor einer Woche vor diesem drastischen Schritt gewarnt. Allerdings hatte sich der einst zweitgrösste Anleiheversicherer der Welt Hoffnung auf eine durchgeplante Insolvenz gemacht. Dabei stimmen die Gläubiger vorab einem Sanierungsplan zu, was den Neustart erleichtert. Ambac konnte sich mit seinen Geldgebern letztlich aber nicht einigen. Ambac schuldete seinen Investoren nach eigenen Angaben zur Jahresmitte 1,6 Milliarden Dollar. Das Unternehmen spielte in der Finanzkrise eine wichtige Rolle. Es versicherte ursprünglich recht risikoarme Anleihen von Kommunen und Ländern und stand gegenüber Investoren dafür gerade, wenn ein Schuldner nicht mehr zahlen konnte. Dann aber stieg Ambac massiv ins Geschäft mit hochriskanten Hypothekenpapieren ein. Seit dem Zusammenbruch des US-Immobilienmarkts 2007 sieht sich Ambac einer Flut von offenen Rechnungen gegenüber und schreibt anhaltend hohe Verluste. Angesichts der schieren Menge an geplatzten Wertpapier-Geschäften konnte Ambac seine Verpflichtungen gegenüber seinen Kunden nicht mehr erfüllen und befeuerte damit die Finanzkrise. Zu den Leidtragenden gehört auch die Postbank. Sie erwartet durch die Insolvenz aber keine weiteren grösseren Lasten.

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