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Fitch bestätigt Bonitätsnote Italiens mit «A-»

London/Frankfurt Angesichts von Reformfortschritten hat die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit von Italien bestätigt.

Die Bonität des Euro-Krisenlandes werde weiter mit der Note «A-» bewertet, teilte Fitch am Freitagabend in London mit. Fitch bewertet damit Italien besser als die übrigen Euro-Krisenländer. Die Note «A-» liegt vier Stufen über dem sogenannten Ramschnivau, das spekulative Anlagen beschreibt. Der Ausblick für das Rating bleibt «negativ». Ein Gefahr für für die Kreditwürdigkeit stellt laut Fitch die anstehenden Wahlen dar. Schlechtere Noten bei den anderen Agenturen Fitch bewertet die Kreditwürdigkeit in Italien besser als die beiden anderen grossen Ratingagenturen. Standard & Poor's (S&P) bewertet Italien eine Note schlechter mit «BBB » und Moody's zwei Noten schlechter mit «Baa2». Italien habe die erwarteten Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung und den strukturellen Reformen gemacht, begründet Fitch die Bestätigung der Note. So werde das Haushaltsdefizit Italiens in diesem Jahr unter die maximal erlaubte Marke von drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes fallen. Die Agentur erwartet ein Defizit von 2,5 Prozent. Im Jahr 2009 hatte der Fehlbetrag noch bei 5,4 Prozent gelegen und ist seitdem kontinuierlich gesunken. Weniger Risiken im Bankensektor als in Spanien Italien habe im Gegensatz zu Spanien nur niedrige Risiken im Bankensektor, schreibt Fitch. Die jüngste Entwicklung des Haushalts erlaube zudem eine Stabilisierung des Gesamtverschuldung. Fitch verweist auch den hohen Anteil inländischer Anleger, die italienische Staatsanleihen halten. Die Europäische Zentralbank habe mit ihrem Anleihekaufprogramm (OMT) zu einer Entspannung an den Staatsanleihemärkten beigetragen. Italien verfüge zudem über eine diversifizierte Wirtschaft und eine moderate Verschuldung von privaten Haushalten und Unternehmen. Angst vor instabiler Regierung Den negativen Ausblick begründet Fitch auch mit den im Februar anstehenden Wahlen. Eine instabile Regierung und anhaltende Zweifel über die Fortsetzung der Reformen könnten dann zu einer Herabstufung führen. Zuletzt hatte Silvio Berlusconi mit der angekündigten Rückkehr in die Politik zeitweise für Verunsicherung an den Märkten gesorgt. Zudem könnte laut Fitch eine schwere und länger als erwartet andauernde Rezession die Sparpolitik unterminieren. Gefahren drohen zudem laut Fitch auch von einer erneuten Verschärfung der Krisen in der Eurozone.

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