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Fliegende Untertasse, abgesägter Ermittler

Im Behring-Prozess berichtet ein Zeuge aus dem Machtzirkel des Financiers.

Heute kommt der Angeklagte zu Wort: Dieter Behring vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona.Foto: Pablo Gianinazzi (Keystone)
Heute kommt der Angeklagte zu Wort: Dieter Behring vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona.Foto: Pablo Gianinazzi (Keystone)

Spätestens als der Zeuge über ein UFO zu sprechen beginnt, sind im Gerichtssaal und im Presseraum alle hellwach. Rechtsanwalt N. sitzt am Tisch vor den Richtern, er hat zunächst ein lückenhaftes Gedächtnis geltend gemacht, nun aber berichtet er detailreich aus dem inneren Machtzirkel Dieter Behrings. Er hat früher für W. gearbeitet – Behrings wichtigsten Kundenvermittler und Partner. N. skizziert nun den Richtern, wie das Umfeld des Financiers aus seiner Sicht tickte: «Ich habe sie manchmal erlebt, wie sie bei Behring sassen, es war wie beim Abendmahl. Vorne der grosse Messias, hinten die Jünger.» Sein Chef habe schon immer eine Faszination für utopische, «schier unglaubliche Dinge» gehabt. So habe der Wirtschaftsanwalt mit Harvard-Diplom «Millionen» in die Entwicklung eines Senkrechtstart-Flugzeugs gesteckt, das nie abhob. «Wir nannten das Projekt nur «Ws fliegende Untertasse»», sagt N.

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