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Franken Ökonom kritisiert bundesrätliches Massnahmenpaket zur Frankenstärke

Das Massnahmenpaket des Bundes gegen die negativen Auswirkungen der Frankenstärke bleibt umstritten.

Reiner Eichenberger, Ökonom an der Universität Freiburg, betrachtet das geschnürte Paket als Schnellschuss ohne nachhaltigen Nutzen für die Wirtschaft. «Die Massnahmen sind völlig unwirksam», kritisiert er. Ob das Geld wirklich bei jenen ankommt, denen es helfen soll, sei mehr als fraglich, sagt er im Dezember in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. «Es ist praktisch nicht möglich, mit der Unterstützung nur jene Firmen zu erfassen, die tatsächlich unter der Frankenstärke leiden.» Hinzu komme, dass alle jene, die nicht in den Genuss der Unterstützung kommen, die Kosten zu tragen hätten: «Jede Subvention ist letztlich eine Belastung für die grosse Mehrheit, die nicht profitiert, aber zahlt.» Anstatt Geld auszugeben wäre es aus seiner Sicht sinnvoller, die Steuern zu senken. Das würde die Zukunftsaussichten für Unternehmen verbessern. Die begünstigten Institutionen weisen die Kritik am Massnahmenpaket zurück. Das zusätzliche Geld sei eine sinnvolle Ausgabe, sagt Eliane Ritler, Sprecherin der Kommission für Technologie und Innovation (KTI). Bei der Vergabe der 100 Millionen Franken an zusätzlichen Fördergeldern habe die KTI den Fokus auf die unmittelbare Umsetzbarkeit gelegt. Bereits ab Ende 2012 sollen die Innovationen zusätzliche Erträge für die Unternehmen generieren. Ritler verweist zudem auf die Multiplikatoreneffekte, welche die Zahlungen auslösten. Beispielsweise würden viele Firmen auch zusätzliche Mitarbeiter einstellen, was sich ebenfalls positiv auf die Konjunktur auswirken werde. Die 100 Millionen Franken sieht sie deshalb als «Investition in die Zukunft».

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