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Frankreich sammelt Milliarden bei Investoren ein

Bern Frankreich hat bei Investoren fast 8 Milliarden

Euro eingesammelt, muss dafür aber höhere Zinsen bieten. Die Auktion am Donnerstag war Frankreichs erster Schritt an den Kapitalmarkt 2012 und mit Spannung erwartet worden. Die Märkte reagierten weitgehend positiv, da die Nachfrage nach den Staatsanleihen mit Laufzeit von zehn bis 30 Jahren mit knapp 15 Milliarden Euro etwa doppelt so hoch war. Die durchschnittliche Rendite bei zehnjährigen Papieren im Volumen von gut 4 Milliarden Euro lag nach Angaben der für das Schuldenmanagement zuständigen Finanzagentur AFT allerdings bei 3,29 Prozent und damit höher als im Dezember mit 3,18 Prozent. Frankreich steht unter Druck, das Top-Rating «AAA» für seine Kreditwürdigkeit zu verlieren. Denn die Verschuldung der Grande Nation rückt immer stärker in den Fokus der Finanzmärkte. Die Zinsen für die zehnjährigen Papiere zogen bei der Emission zwar leicht an, blieben aber ähnlich dem Niveau von rund 3,3 auf dem Sekundärmarkt. Bei den 30-jährigen Anleihen erhöhte sich die Rendite knapp auf 3,97 von 3,94 Prozent. Zinsen bei den Refinanzierungskosten, die längere Zeit über sieben Prozent liegen, gelten als nicht tragbar. Staaten wie Portugal, Griechenland und Irland mussten deshalb die Segel streichen und Milliarden-Hilfen beantragen. Aber auch Italien liegt bei zehnjährigen Papieren derzeit über der Sieben-Prozent-Marke.

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