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Frankreichs Banken im Sog der Griechenland-Krise

Paris Frankreichs Banken geraten immer tiefer in den Strudel der Euro-Schuldenkrise.

Den Instituten macht vor allem ihr grosses Engagement in griechischen Anleihen zu schaffen, denn an den Finanzmärkten wächst die Furcht vor einer Staatspleite Griechenlands. Die Aktien der französischen Grossbanken BNP Paribas, Crédit Agricole und Société Générale brachen am Montag um bis zu 14 Prozent ein. In ihrem Sog rutschten Finanzwerte in ganz Europa ab, die Aktien von UBS und Credit Suisse notierten aber nur leicht schwächer. Eine von den nationalen Medien als Option ins Spiel gebrachte teilweise Verstaatlichung der Geldinstitute wurde aber von Industrieminister Eric Besson zurückgewiesen. So eine These anzusprechen, erscheine ihm völlig verfrüht und am Ziel vorbeigeschossen, erklärte er dem TV-Sender BFM. Die französischen Banken seien krisenfest und hätten eine gesunde Finanzbasis. Wenig später betonten Notenbank-Chef Christian Noyer ebenso wie auch Finanzminister François Baroin, dass sich die französischen Banken auf alle griechischen Szenarien einstellen könnten. Sie hätten auch keine Liquiditätsprobleme. Nach ersten Gerüchten vor wenigen Wochen ist der Börsenwert der von einer Herabstufung durch die Ratingagentur Moody's bedrohten Banken bereits seit längerem im Sinkflug. Der Marktwert der Grossbank Société Générale sank seit Anfang Juli um rund 60 Prozent auf zuletzt nur noch etwas mehr als 13 Milliarden Euro. Die Société Générale will nun mit einem Stellenabbau und Spartenverkäufen die Ertrags- und Kapitalbasis absichern und bis Ende 2013 durch den Verkauf von Unternehmensteilen Kapital in Höhe von 4 Milliarden Euro freisetzen. Konkret sollen in Russland, Rumänien, Polen und Ägypten Jobs wegfallen und im Investment-Geschäft 5 Prozent der Kosten eingespart werden.

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