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«Ganz oben wartet niemand auf Sie»

Erwin Conradi hat den zweitgrössten Handelskonzern der Welt aufgebaut. Doch nichts habe ihn so gefordert wie die Pflege seiner kranken Frau.

«An der Seite eines schwer kranken Menschen ist man ohnmächtig», sagt der Macher Erwin Conradi. Foto: Urs Jaudas
«An der Seite eines schwer kranken Menschen ist man ohnmächtig», sagt der Macher Erwin Conradi. Foto: Urs Jaudas

Viele Spitzenmanager setzen sich mit 60 Jahren zur Ruhe und holen dann nach, was sie an Privatleben versäumt haben. Sie sind mit 80 Jahren noch Luxushotelbetreiber, Besitzer von 10 Schönheitskliniken und der starke Mann in einem rasch wachsenden Medizinaltechnik­unternehmen. Was treibt Sie an?

Was gibt es Interessanteres als die Wirtschaft? Sie ist die Basis unseres Gemeinwesens und bestimmt unser Zusammenleben. Was mich morgens um 6 Uhr aus dem Bett steigen lässt, ist die Aussicht, mich mit jungen, intelligenten Menschen austauschen und messen zu ­können. Das Leben findet nicht auf dem Golfplatz statt, sondern dort, wo im Team etwas Neues entsteht. Indem ich beim Aufbau eines Unternehmens ­mitwirke, nehme ich am Leben teil. Das funktioniert nie allein übers Portemonnaie. Auch als Investor und Ver­waltungsratspräsident werde ich nur ernst genommen, solange ich relevante Beiträge liefere.

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