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GAV-Verhandlungen in MEM-Industrie begonnen

In der Maschinen-, Elektro und Metallindustrie (MEM- Industrie) haben die Verhandlungen für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) begonnen.

Die Positionen liegen nach dem ersten Treffen vom Montag auch unter den Personalvertretern noch auseinander. So stimmen die Angestellten Schweiz mit den Arbeitgebern überein, dass die Löhne nicht im GAV, sondern auf Betriebsstufe festgelegt werden sollen. «Vorgegebene Mindeststandards führen zu einer weiteren Nivellierung der Löhne nach unten», erklärte Verbandspräsident Benno Vogler in einem Communiqué vom Dienstag. Die kürzlich veröffentlichte Mittelstands-Studie von Avenir Suisse zeige, dass gerade die mittleren Löhne in den letzten Jahren am wenigsten gestiegen seien. Angestellte Schweiz hatte im Sommer den Austritt aus dem Gewerkschaftsverband Travail.Suisse bekannt gegeben, um sich als Stimme des Mittelstandes zu etablieren. Kernthema der Gewerkschaft Unia in den laufenden GAV- Verhandlungen in der MEM-Industrie bleiben hingegen verbindliche Mindestlöhne. Weil es solche bislang nicht gebe, sei die MEM- Industrie anfällig für Lohndumping und Lohndruck, schreibt die Unia in einer Medienmitteilung. Die Angestellten Schweiz wollen Lohndumping mit der Allgemeinverbindlichkeitserklärung des GAVs angehen. Für die Unia ist auch die Abschaffung von unbezahlten Arbeitszeitverlängerungen im Rahmen des so genannten Krisenartikels ein Thema. Für Angestellte Schweiz ist eine Verlängerung im Krisenfall und während einer begrenzten Periode eine Option. Ansonsten hält auch der Verband an den Errungenschaften der 40- Stunden-Woche fest, wie es hiess. An den Verhandlungen sind auch die Gewerkschaft Syna, der Berufsverband KV Schweiz, die Schweizer Kader Organisation (SKO) und der Unternehmensverband Swissmem beteiligt. Der bestehende GAV regelt laut den Angaben die Arbeitsbedingungen von beinahe 100'000 Arbeitnehmenden. Er läuft Ende Juni 2013 aus.

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