Droht bei der Pensionierung ein Hausverkauf?

Wer aus dem Arbeitsleben ausscheidet, hat in der Regel weniger Einkommen. Für Hausbesitzer könnte das Nachschusspflichten zur Folge haben. Unser Hypothekenrechner zeigt, wie hoch sie ausfallen können.



Quelle: HypothekenZentrum/Newsnetz


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Banken überprüfen regelmässig, ob Hypothekarschuldner die Zinslast noch tragen können. Für diese sogenannten Tragbarkeitsrechnungen gelten relativ strenge Regeln. So rechnen Banken für die Zinslast mit einem Wert von 5 Prozent, obwohl derzeit Festhypotheken mit einer Laufzeit von zehn Jahren unter 2 Prozent zu haben sind. Die Institute wollen so vermeiden, dass bei einem allgemeinen Zinsanstieg die Hypothekarschuldner plötzlich in finanzielle Notlagen geraten.

Neben den Zinskosten fallen auch Nebenkosten für den Unterhalt der Immobilie an: Als Richtwert gilt 1 Prozent des Immobilienwertes. Hypozinsen plus Nebenkosten sollten insgesamt nicht mehr als ein Drittel des Einkommens ausmachen.

Bei der Pensionierung kann das bei falscher Planung zu Problemen führen. Unser Vorsorgesystem strebt als Leistungsziel an, dass die Renten von AHV und Pensionskasse 60 Prozent des früheren Einkommens erreichen. Das heisst: Das Einkommen reduziert sich bei der Pensionierung oft schlagartig um 40 Prozent. Die Kosten für ein Haus machen demzufolge möglicherweise plötzlich mehr als ein Drittel des Einkommens aus.

Unser Hypothekenrechner zeigt: Ein Hypothekarschuldner mit einem Haus im Wert von 1 Million Franken und einer Hypothek von 600‘000 Franken muss seinen Hauskredit um 320‘000 Franken reduzieren, wenn sein Jahreseinkommen im Zuge der Pensionierung von 120‘000 auf 72‘000 Franken schrumpft. Kann er nicht zahlen, droht ein Zwangsverkauf. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.04.2015, 20:57 Uhr

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