«Bei der neuen 200er-Note habe ich den Rütlischwur im Kopf»

Die neue 200er-Banknote ist ab heute im Umlauf. Und so kommt sie bei den Leuten an.

«Gefällt mir, ist schön rausgekommen»: Passanten über die braune Banknote mit dem Wert 200.
Video: SDA-Keystone

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Zuerst war sie am Morgen bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) verfügbar und wird nun sukzessive an die Banken und die Post ausgeliefert.

Das Interesse der Bevölkerung hielt sich bislang in Grenzen. In gab es einzelne Neugierige vor den Schaltern der SNB, wie ein Videoreporter von Keystone-SDA berichtete. Der neue Geldschein gefiel denen, die ihn bekamen.

Die neue Banknote der 9. Serie ersetzt den bisherigen 200er-Schein, von dem 56 Millionen Stück im Umlauf sind. Die Nationalbank geht davon aus, dass nach einem halben Jahr zwei Drittel der Noten ausgetauscht sind.

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Die braune Farbe der alten Note wurde beibehalten. Das Grundelement von Hand und Globus der bisherigen Banknoten der 9. Serie wurde auch auf dem 200er-Schein umgesetzt. Als Hauptelement zeigt der neue Geldschein Materie, womit er die wissenschaftliche Seite der Schweiz thematisiert.

Möglichst fälschungssicher

Auf der 200er-Note gibt es wie bei allen Noten der neuen Serie insgesamt 15 Sicherheitsmerkmale. Damit will die Nationalbank ihre neue Notenserie fälschungsicher machen. Nach Ansicht der SNB sind die neuen Noten die sichersten Geldscheine der Welt.

Damit will die SNB den Vorsprung auf die Fälscher halten. Denn die neue Banknotenserie soll 15 bis 20 Jahre im Umlauf bleiben. Das ist im internationalen Vergleich eine lange Zeit. Beim Euro werden Banknotenserien jeweils schneller ersetzt.

1000er- und 100er-Note kommen noch

Der 200er-Geldschein ist die vierte Banknote der neuen Serie, die in Umlauf kommt. Als erste Banknote der neuen Serie hatte die SNB im Frühling 2016 die 50er-Note herausgegeben. Danach folgten die 20er- und die 10er-Note.

Als nächste wird im März die 1000er-Note in Umlauf kommen. Als letzte wird im Herbst 2019 schliesslich der 100er-Schein, die Note mit der allerhöchsten Auflage, ersetzt werden. Die letzte Serie war zwischen 1995 und 1998 in Umlauf gesetzt worden.

Von der 100er-Note zirkulieren 125 Millionen Scheine. Von den 20er-Scheinen sind 86 Millionen Stück gedruckt. Das «10er-Nötli» kommt auf 76 Millionen, der 50er auf 58 Millionen. Die kleinste Auflage hat der 1000er-Schein mit 47 Millionen. Insgesamt gibt es knapp 450 Millionen Schweizer Banknoten.

Voraussichtlich zwei Jahre nach der Einführung aller neuen Banknoten wird die SNB einen Rückruf der 8. Serie starten. Dann sind die alten Noten nicht mehr gültig zum Zahlen an der Kasse, können aber noch 20 Jahre bei der Nationalbank umgetauscht werden.

Danach verlieren die alten Scheine vollständig ihre Gültigkeit. Allerdings befürwortet die SNB eine Änderung des Währungszahlungsgesetzes. Damit blieben die Banknoten unbeschränkt gültig wie etwa die D-Mark oder der Euro. (sda)

Erstellt: 22.08.2018, 11:10 Uhr

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