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Buffetts Insel-Kauf ist eine PR-Masche

Die Meldung ging um die Welt, doch sie stimmt nicht: Warren Buffett dementiert, dass er eine griechische Insel gekauft habe. «Das ist eine reine Erfindung.»

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«Das ist eine reine Erfindung»: Warren Buffett meldet sich in seiner Zeitung zu Wort.
«Das ist eine reine Erfindung»: Warren Buffett meldet sich in seiner Zeitung zu Wort.
Cliff Owen, Keystone

Die Nachricht, Warren Buffett wolle in eine griechische Insel investieren, stimmt nicht. Der US-Milliardär liess sich in seiner eigenen Zeitung, dem «Omaha World Herald», zitieren. «Das ist eine reine Erfindung», schreibt er in einem E-Mail. Er habe noch nie von dem Makler gehört, der die Geschichte verbreitet habe.

Eine griechische Zeitung berichtete, Buffett habe die Insel Agios Thomas südwestlich von Athen erworben, mehrere Nachrichtenagenturen und Onlineportale griffen die Meldung auf. Der «Omaha World Herald» schreibt weiter, die Information, dass auch Johnny Depp, Brad Pitt und Angelina Jolie am Kauf einer Insel interessiert seien, könne nicht bestätigt werden.

Nichts mit Griechenlandkrise zu tun

Zudem erwies sich die Annahme als falsch, der Verkauf der Inseln werde Geld in die leeren Staatskassen Griechenlands spülen. Die Insel Agios Thomas gehört nicht dem Staat. Sie stand schon 2011 für zehn Millionen Euro zum Verkauf, wie capital.de recherchiert hat. Auf einer kanadischen Website waren bereits damals Verkaufsangebote für zwölf griechische Inseln zu finden.

Die Maklerfirma des Italieners Alessandro Proto behauptet weiterhin, Buffett wolle eine Insel kaufen. Viel wahrscheinlicher ist, dass es sich um eine PR-Masche handelt und die Promi-Meldungen als Köder für potenzielle Käufer dienen sollen.

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