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Das Geschäft mit der Angst

Gegen Entführungen kann man sich versichern lassen. Seit Terrororganisationen sich auf diese Art finanzieren, steigt in der Schweiz das Interesse nach solchen Policen.

Terrororganisationen benutzen Entführungen als Geldquelle: Geiselübergabe in Mali. Foto: Keystone
Terrororganisationen benutzen Entführungen als Geldquelle: Geiselübergabe in Mali. Foto: Keystone

Das Phänomen ist alt, hat aber gerade Hochkonjunktur: Entführungen mit dem Ziel, Lösegeld zu erpressen. Spätestens seitdem islamistische Terrororganisationen das Geschäft mit der Angst für sich entdeckt haben, häufen sich in der Sahelzone und in Nahost die Vorfälle mit westlichen Ausländern.

Das befeuert auch das Interesse an einer Dienstleistung der besonderen Art: Entführungsversicherungen. Die Kunden: Unternehmen, die in einer Risikoregion tätig sind. Im Ernstfall beauftragt die Versicherung eine Krisenberatungsfirma damit, die Geisel zu befreien und heil nach Hause zu bringen. Und sie erstattet dem Unternehmen zusätzliche Kosten – etwa für medizinische und psychologische Betreuung oder Reise­kosten. Das Bemerkenswerte dabei: Die Versicherung bezahlt auch Lösegeld. Und übernimmt die Kosten, auch wenn es unterwegs verloren geht.

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