Entdecken Sie die versteckten Merkmale im neuen 100er-Nötli

Wir zeigen, was von blossem Auge nicht erkennbar ist – und warum die 100er als wichtigste Note der Schweiz bezeichnet wird.

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Das Beste zum Schluss: Heute hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) die letzte Note der neuen Serie präsentiert – der Hunderter zeigt die humanitäre Seite der Schweiz, die gestalterisch durch das Wasser repräsentiert wird (zur Meldung). Zentrales Sujet des neuen 100er-Nötlis ist die «Grosse Suone», ein historisches Wasserleitsystem aus dem Wallis.

Neben den offensichtlichen Elementen enthält das Nötli aber auch viele versteckte Details, die mit blossem Auge nicht erkennbar sind: Unter anderem 15 Sicherheitsmerkmale, die mit unterschiedlichen Technologien in die dreischichtige Banknote eingearbeitet wurden, um eine Fälschung so gut wie unmöglich zu machen. Klicken Sie auf die Punkte in unserer Grafik, um die Besonderheiten der neuen 100er-Note zu sehen:

Es ist übrigens kein Zufall, dass die SNB mit dem Hunderter bis zum Schluss gewartet hat. Denn er ist die beliebteste und wichtigste Note. Die SNB legt je nach Bedarf und Nachfrage die Stückzahl fest, die von einem Geldschein in Umlauf gebracht wird.

Im vergangenen Jahr machte das 100er-Nötli mehr als 28 Prozent des gesamten Umlaufs aus – so viel wie der Zwanziger und der Tausender zusammen. Es ist mit Abstand das häufigste Zahlungsmittel der Schweizerinnen und Schweizer in Notenform.

Wie teuer die Herstellung einer Schweizer Banknote ist, hängt von ihrer Grösse und der Produktionsmenge ab. Da der Hunderter am beliebtesten ist, dürften seine Herstellungskosten höher liegen als bei den anderen Noten. Im Durchschnitt belaufen sie sich auf rund 40 Rappen.

Die Frage ist nun, ob es sich beim Hunderter um die letzte neue Schweizer Banknote überhaupt handelt (zur Analyse). Der Abschied vom geliebten Bargeld wird immer realistischer. Seit Jahren nehmen die Bancomatbezüge ab. Mittlerweile zahlen die Schweizerinnen und Schweizer viel lieber und öfter mit ihren Maestro- und Postfinance-Karten oder mit der Kreditkarte.

Doch vorerst will die SNB nichts von einer Abschaffung wissen. «Es gilt nach wie vor der Anspruch, den Sicherheitsstandard aufrechtzuerhalten und rund alle 15 Jahre eine neue Banknotenserie zu entwickeln», sagt Alain Kouo, Sprecher der SNB. Solange eine Nachfrage und ein Bedürfnis nach Bargeld durch die Schweizer Bevölkerung bestünden, werde die SNB auch Bargeld anbieten.

Erstellt: 03.09.2019, 11:49 Uhr

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