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Die Araber können weiterhin in bar einkaufen

Mitte- und Rechtsparteien verhindern im Nationalrat ein Verbot für Bargeldkäufe von über 100'000 Franken.

Angela Barandun und Andreas Valda

Gestern flogen die Fetzen. Im Nationalrat debattierten die Volksvertreter emotional über ein vom Bundesrat vorgeschlagenes Verbot von Barkäufen ab 100'000 Franken. Am heftigsten äusserte sich der Aargauer SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner und Chef des gleichnamigen Transportunternehmens. Er warf den Befürwortern vor, keine Ahnung zu haben, wie die Wirtschaft ticke: «Was meinen Sie, wie die Araber zahlen, wenn sie bei mir Occasions-Lastwagen kaufen? In bar selbstverständlich. Ich habe kein Schwarzgeld zu verstecken. Aber ich habe keine Lust, künftig 27 Formulare ausfüllen zu müssen, um gebrauchte Lastwagen zu verkaufen!»

Die Diskussion um Araber entbrannte, nachdem Linke und Grüne den Bürgerlichen vorgeworfen hatten, dass wer mit hohen Summen Bargeld bezahle, fast immer einen Grund habe, die Herkunft zu verschleiern. Der Berner Alec von Graffenried umschrieb es mit einem Bild: «Wer sich heimlich mit der Geliebten trifft, zahlt in bar – nicht mit der Kreditkarte.» In der Geldwäscherei gehe es um schwere Delikte wie Menschen-, Drogen- und Waffenhandel. Die Pflicht zur Banküberweisung ab einer Limite sei nötig. Es könne zwar einzelne Geschäfte behindern, treffe aber «vor allem Kriminelle».

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