Zum Hauptinhalt springen

Die Finanzwölfe Europas

Ein Netzwerk von Schwindlern zockte von Genf aus Unternehmen um Millionen ab. Die Bande agierte mit gefälschten Quittungen über nicht existierende Finanztransaktionen – und riss ganze Firmen in den Abgrund.

Von Julian Schmidli
Finanz-, Kultur- und Modemetropole: In Mailand unterhielt Finanzbroker Marco Russo ein Büro. Foto: Gianluca Colla (Bloomberg)
Finanz-, Kultur- und Modemetropole: In Mailand unterhielt Finanzbroker Marco Russo ein Büro. Foto: Gianluca Colla (Bloomberg)

Marco Russo ist ein Mann des Glanzes. Glänzend ist die Kühlerfigur seines Bent­ley und die schwere Uhr an seinem Handgelenk. Und wenn sich Russo in einem seiner extravaganten Anzüge ablichten lässt, schimmern der blaue Stoff und sein zurückgegeltes Haar. Das öffentlich einsehbare Facebook-Profil des 44-jährigen Italieners zeigt das Leben eines erfolgreichen Finanzbrokers: als Besucher bei der Zentralbank von Südsudan oder an der Börse von Luxemburg, als Gewinner eines Golfturniers, mit feinem Mantel und Pelzmütze vor Palästen in Moskau.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen