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Die Jagd nach dem Währungsphantom

Er ist reich, er ist genial – und sein Werk könnte das ganze Finanzsystem revolutionieren: Der unbekannte Erfinder der Internetwährung Bitcoin. Jetzt gibt es eine neue Spur.

Laut Australiens Polizei hatte die Durchsuchung von Craig Wrights Haus in Sydney nichts mit Bitcoin zu tun. Foto: David Gray (Reuters)
Laut Australiens Polizei hatte die Durchsuchung von Craig Wrights Haus in Sydney nichts mit Bitcoin zu tun. Foto: David Gray (Reuters)

Eigentlich wäre er für den Wirtschaftsnobelpreis 2016 nominiert: Satoshi ­Nakamoto. Finanzprofessor Bhagwan Chowdhry von der Universität Los Angelas gehört dieses Mal zum erlauchten Kreis jener Experten, die einen Preisträger vorschlagen dürfen. Und im November kündigte Chowdhry in der «Huffington Post» an, dass er seine Stimme dem Erfinder des digitalen Währungssystems Bitcoin gibt. Der Grund: Nakamotos Arbeit sei revolutionär und werde die Finanzwelt völlig umkrempeln. Von der Rolle der Notenbanken in der Geldpolitik bis zu Geldüberweisungen mit Western Union oder den Gebühren, die Visa, Mastercard oder Paypal heute kassieren – die neue Technologie stelle all das infrage. Tatsächlich ist das System hinter der Internetwährung so ausgeklügelt, dass sich mittlerweile sogar die traditionelle Finanzindustrie dafür interessiert.

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