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Weshalb die meisten den Marshmallow-Test nicht bestehen

Herr Staub, es ist paradox: Obwohl Geld auf einem klassischen Konto schlecht angelegt ist, befinden sich in der Schweiz über 700 Milliarden Franken auf privaten Konten. Wieso legen Menschen ihr Geld nicht anders an, obwohl die meisten wohl wissen, dass sie das sollten – und zwar zum eigenen Vorteil?

Nicht sparen ist aber auch emotional: Man ärgert sich Ende des Jahres, nichts aus seinem Geld gemacht zu haben. Trotzdem ändern viele nichts. Wie kommt man denn dazu, eine Entscheidung zu seinen Gunsten zu treffen?

Man belohnt sich doch, wenn das Geld gute Erträge abwirft.

Ich überlege, was ich damit tun könnte.

Nein. Es ist ja ein Bonus.

Aber müssen wir im Alltag nicht permanent rationale Entscheidungen treffen? Sind diese Belohnungen so präsent?

Wie das?

Wie kommt man gegen dieses dauernde Verlangen nach sofortiger Belohnung an?

Wie wird man geduldig?

Aber Erwachsenen ist zuzutrauen, für das zweite Marshmallow zu warten. Wieso fällt es dann beispielsweise einem 35-Jährigen mit gutem Job und Familie schwer, sich für eine Anlage zu entscheiden, etwa die 3. Säule, die Sie erwähnt haben? Er spart Steuern und sichert seine Liebsten ab.

Aber ein Musikinstrument lernen muss ich nicht, um mich für eine bessere Anlage zu entscheiden als ein Sparkonto?