Französischer Ex-Premier soll Millionen bei CS versteckt haben

Die Schweizer Bank soll nicht deklarierte Vermögen des ehemaligen französischen Premiers Raymond Barre verwaltet haben. Es geht um einen Betrag von fast 7 Millionen Euro.

Der 2007 verstorbene Politiker Raymond Barre soll Wertpapiere im Umfang von mehreren Millionen Franken auf einem Konto der Credit Suisse gehalten haben. (Foto: Keystone)

Der 2007 verstorbene Politiker Raymond Barre soll Wertpapiere im Umfang von mehreren Millionen Franken auf einem Konto der Credit Suisse gehalten haben. (Foto: Keystone)

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Das wöchentlich erscheinende Satire-Magazin «Le Canard Enchaîné» reproduzierte einen Auszug aus einem Brief, den die französische Steuerbehörde 2015 an die Erben von Raymond Barre geschickt hat. Auf dem zu einem unbestimmten Zeitpunkt in Basel eröffneten Konto meldet die Verwaltung Ende August 2007, das heisst wenige Tage nach dem Tod des Staatsmannes, einen «Wertpapierbestand» in Höhe von rund 6,8 Millionen Euro.

Söhne sollen bisher 1 Million Euro gezahlt haben

Die französischen Steuerbehörden hätten 2013 ein Verfahren eingeleitet, erklärte die Publikation, basierend auf einem Screenshot des Intranet-Netzwerks der Credit Suisse, der von einem Informanten zur Verfügung gestellt wurde. Die Söhne von Raymond Barre haben bisher angeblich 1 Million Euro für Korrekturen, Strafen und Verzugszinsen gezahlt.

Die Nationale Finanzstaatsanwaltschaft leitete 2016 nach zwei Jahren Voruntersuchungen schliesslich eine gerichtliche Untersuchung ein, so der Artikel weiter. Die Credit Suisse wollte gegenüber AWP nicht Stellung beziehen. (sda)

Erstellt: 03.07.2019, 13:06 Uhr

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