Zum Hauptinhalt springen

Führt die Schweiz einen Währungskrieg?

S & P wirft der Schweizerischen Nationalbank vor, durch ihre Untergrenzenpolitik die Ungleichgewichte in Europa zu verschärfen. Abgesehen von der prompten Reaktion der SNB stellt sich die Frage, was von dem Vorwurf zu halten ist.

Philipp Löpfe
Die Verteidigung des Wechselkurses geschah ursprünglich aus Notwehr: Zerknüllter Euroschein auf starken Frankennoten. (Archivbild)
Die Verteidigung des Wechselkurses geschah ursprünglich aus Notwehr: Zerknüllter Euroschein auf starken Frankennoten. (Archivbild)
Martin Rütschi, Keystone

Die Meldung kam am Morgen: Eine Analyse der Ratingagentur Standard & Poor's (S & P) legte nahe, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) durch ihre Untergrenzenpolitik die Ungleichgewichte in Europa verstärke (wir berichteten). Nämlich dadurch, dass sie Anleihen von Staaten mit guter Bonität – etwa Deutschland, Holland oder Finnland – aufkaufte und dadurch deren Zinsen sinken würden. S & P schätzt, dass die SNB von Anfang 2012 bis Juli 2012 auf diesem Wege Regierungsobligationen dieser Länder in Höhe von 80 Milliarden Euro gekauft hat. Die SNB selbst gibt keine Details darüber bekannt, wie sie ihre Reserven bewirtschaftet.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen