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Für Euphorie ist es noch zu früh

Die Entscheidung des Fed lädt zum Träumen von Normalität ein. Sie wirkt sich vorerst aber nicht auf den Schweizer Franken aus.

Dass die US-Notenbank Fed als weltweit grösstes und wichtigstes Institut dieser Art zum ersten Mal wieder das Geld verteuern will, hat eine grosse Bedeutung. Fast zehn Jahre ist es her, seit das Fed das letzte Mal seinen Zins erhöht hat – im Juni 2006 hat es die sogenannte Federal Funds Rate auf den Wert von 5,25 Prozent angehoben. In den Jahren darauf folgte die schwerste Weltwirtschaftskrise seit den 1930er-Jahren, und die US-Notenbank – wie alle grossen Notenbanken der Welt – hat die Zinsen im Eiltempo auf null Prozent gesenkt und eine Vielzahl von Möglichkeiten erfunden, um die Realwirtschaft mit Geld zu fluten.

Die Entscheidung des Fed lädt zum Träumen von einer wiederkehrenden Normalität ein. Für Euphorie ist es dennoch zu früh. Das zeigt der Blick auf die anderen grossen Währungsblöcke der Welt – ganz besonders jener auf Europa. Die Europäische Zentralbank hat erst vor zwei Wochen eine Ausweitung ihrer Geldspritzen bekannt gegeben. Ihr Chef Mario Draghi hat überdies betont, notfalls noch deutlich weiter gehen zu können – und zu wollen. Mit einer Zinserhöhung ist hier noch über Jahre hinweg nicht zu rechnen.

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