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Hart an der Grenze angelangt

Der Euro-Franken-Kurs ist gefährlich tief. Warum?

MeinungVon Markus Diem Meier

Der Euro-Franken-Kurs ist auf einen Wert gesunken, der nur noch knapp über der Untergrenze liegt, welche die Schweizerische Nationalbank (SNB) zu verteidigen versprochen hat. Was steht hinter der Entwicklung? Kommen Negativzinsen? Und was hat Ungarn damit zu tun? Mehrere Faktoren hängen zusammen.

Die Goldinitiative

Das Volksbegehren schreibt der Schweizerischen Nationalbank vor, künftig einen Fünftel ihrer Reserven in Gold zu halten. Das grösste Problem dabei ist, dass sie Gold nicht mehr verkaufen dürfte. Die Annahme der Initiative würde die SNB nicht nur zu Goldkäufen zwingen, sondern auch ihren Handlungsspielraum einschränken, eine übermässige Frankenaufwertung mit umfangreichen Eurokäufen abzuwehren. Das böte Spekulanten einen Anreiz, ihre diesbezügliche Entschlossenheit zu testen. Da an den Devisenmärkten, wie an allen Kapitalmärkten, bereits Erwartungen die Preise bewegen, sorgt selbst eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass die Goldinitiative angenommen wird, für eine Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro. Jedes Umfrageergebnis zum Ausgang der Abstimmung dürfte sich daher auf das Währungsverhältnis auswirken.

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