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Mit Dogmen gebrochen

Der Internationale Währungsfonds galt einst als Kampforganisation des Neoliberalismus. Heute vertritt er die Standpunkte seiner früheren Kritiker.

IWF-Direktorin Lagarde vertritt eine Linie, die vor 2008 undenkbar war. Foto: Bloomberg
IWF-Direktorin Lagarde vertritt eine Linie, die vor 2008 undenkbar war. Foto: Bloomberg

Massnahmen gegen die Ungleichheit drängen sich auf. Das ist nicht die Forderung einer antikapitalistischen Frontorganisation, sie wurde soeben vom Internationalen Währungsfonds (IWF) erhoben – an der Frühjahrs­tagung der Organisation. Das Haupt­argument der IWF-Ökonomen: Die Ungleichheit schade dem Wirtschaftswachstum. Diese Einschätzung ist ein Bruch mit dem, was Ökonomen bisher mehrheitlich vertraten: Umverteilung gilt als Gift für Anreize zu besonderen Leistungen.

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