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Nationalbank hält Negativzins weiter für nötig

Thomas Jordan hat bei seinem jährlichen Treffen mit dem Bundesrat die konjunkturelle Lage weiterhin als fragil bezeichnet.

«Die Gefahr einer Verschlechterung der internationalen Lage ist weiterhin gross», heisst es in einer Mitteilung der SNB. Foto: Keystone
«Die Gefahr einer Verschlechterung der internationalen Lage ist weiterhin gross», heisst es in einer Mitteilung der SNB. Foto: Keystone

Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Thomas Jordan, hat in seinem jährlichen Treffen zur Konjunkturlage und zur Geldpolitik mit dem Bundesrat die Wichtigkeit der Negativzinsen betont.

Die Schweizer Wirtschaft habe im zweiten Quartal das moderate Wachstum zwar fortgesetzt, aber auch hierzulande hätten sich die Aussichten eingetrübt, lässt der Bundesrat verlauten, der sich dabei auf das Gespräch mit Barbara Steiner, der Präsidentin des Bankrats der SNB, sowie Thomas Jordan, dem Präsidenten des SNB-Direktoriums, stützt. «Die Gefahr einer Verschlechterung der internationalen Lage ist weiterhin gross», heisst es in der Mitteilung. Die Inflation sei gesunken, das globale Tiefzinsumfeld habe sich verfestigt und die Lage am Devisenmarkt bleibe unsicher.

Kritik an Negativzinsen

Angesichts der anhaltenden hohen Bewertung des Schweizer Frankens hält Jordan fest, dass die Geldpolitik mit Negativzins und Interventionsbereitschaft unverändert notwendig sei. Weiter sieht er anhaltende Ungleichgewichte im Immobilien- und Hypothekenmarkt, insbesondere im Segment der Wohnrenditeliegenschaften.

Die Negativzinsen waren in der Schweiz zuletzt auf Kritik gestossen – weil sie auf den Pensionen lasten und zu einer Überhitzung am Immobilienmarkt führen könnten. Die nächste reguläre Zinssitzung der SNB findet Mitte Dezember statt.

REUTERS/step

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