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Negativzinsen sind schlecht, aber unverzichtbar

Weshalb die Schweizerische Nationalbank keine andere Wahl hat.

Niemand mag Negativzinsen. Von allen Seiten gerät daher die Schweizerische Nationalbank (SNB) immer heftiger in die Kritik. Dieses Instrument hat auch gewichtige Nachteile. Es bestraft die Sparer, da diese für ihre Rücklagen nur noch wenig bis nichts mehr erhalten. Das ist vor allem für die Altersvorsorge ein grosses Problem. Und Negativzinsen schwächen das Bankensystem, weil sie die Kosten erhöhen und auf die Margen drücken. Und es besteht die Gefahr, dass immer mehr Private und Unternehmen Bargeld horten.

Trotzdem, die Kritik an der Nationalbank ist unfair. Eine Aufhebung der Negativzinsen ist kein realistischer Weg. Die SNB hat schlicht keine andere Wahl. Die Negativzinsen sind seit der Abschaffung der Euro-Franken-Untergrenze eine Notwendigkeit. Eingeführt wurden sie ohnehin nicht zur Förderung der Nachfrage. Es ging und geht allein um das Verhindern einer weiteren Aufwertung des Frankens. Das Zinsniveau in der Schweiz lag schon seit Jahrzehnten rund ein halbes Prozent tiefer als in Deutschland.

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