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Schweizer Bezahl-Apps rüsten sich gegen Apple

Der Start von Apple Pay steht offenbar kurz bevor. Die Post, Grossbanken, Swisscom sowie Coop und Migros prüfen nun eine Reaktion.

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Alter Name mit neuem Anstrich: Farblich sollen die neuen Besitzstrukturen bei Twint zum Ausdruck kommen: Rot für UBS und Raiffeisen, Blau für CS und ZKB und Gelb für Postfinance.
Alter Name mit neuem Anstrich: Farblich sollen die neuen Besitzstrukturen bei Twint zum Ausdruck kommen: Rot für UBS und Raiffeisen, Blau für CS und ZKB und Gelb für Postfinance.
Christian Beutler, Keystone
Fusionierungspläne: Twint und Paymit prüfen eine Fusion – wohl auch um sich gegen Apple behaupten zu können. (5. Januar 2016)
Fusionierungspläne: Twint und Paymit prüfen eine Fusion – wohl auch um sich gegen Apple behaupten zu können. (5. Januar 2016)
Christian Beutler, Keystone
Postfinance teilt im April mit, dass sie sieben weitere Banken für die Bezahl-App Twint gewinnen konnte.
Postfinance teilt im April mit, dass sie sieben weitere Banken für die Bezahl-App Twint gewinnen konnte.
Photopress/Dominic Steinmann
Seit Februar kann mit der Paymit-App der UBS, ZKB und Six in ersten Geschäften bezahlt werden.
Seit Februar kann mit der Paymit-App der UBS, ZKB und Six in ersten Geschäften bezahlt werden.
Ennio Leanza, Keystone
Handy-Bezahlung: Bei der Migros kann man mithilfe der Migros-App karten- und bargeldlos bezahlen.
Handy-Bezahlung: Bei der Migros kann man mithilfe der Migros-App karten- und bargeldlos bezahlen.
Migros
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Der Schweizer Markt für digitale Bezahlsysteme ist sehr zersplittert. Eine breite Allianz, bestehend aus den grössten Banken, der Börsenbetreiberin SIX, den Detailhändlern Coop und Migros sowie der Swisscom führt nun Sondierungsgespräche für eine gemeinsame Lösung.

Die Gespräche seien ergebnisoffen und sollten klären, ob und inwiefern ein gemeinsames mobiles Zahlungssystem kanalübergreifend und flächendeckend in der Schweiz verbreitet werden könne, heisst es in einer Mitteilung des Beratungsunternehmens Hirzel. Neef. Schmid. Konsulenten vom Mittwoch.

Erste Infos bis Anfang Mai

Über erste Ergebnisse der Gespräche wollen die beteiligten Parteien die Öffentlichkeit spätestens Anfang Mai informieren. Eine gemeinsame Lösung könnte demnach von allen Kunden verwendet werden und stünde sämtlichen Händlern, Banken, Herausgebern von Zahlkarten sowie weiteren Marktteilnehmern offen, heisst es in der Medienmitteilung.

Zu den Partnern der neusten Sondierungsgespräche gehören neben den Grossverteilern, der Swisscom und der SIX die Grossbanken Credit Suisse und UBS, die Postfinance, Raiffeisen sowie die Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Gerangel um Marktanteile

Im Schweizer Markt für Bezahl-Apps haben sich in den letzten Wochen die Neuigkeiten überschlagen. Die heimischen Anbieter versuchen möglichst viel Terrain im Markt für digitale Bezahlsysteme zu besetzen, bevor die internationalen Schwergewichte wie Apple Pay oder Google Pay in die Schweiz kommen.

Vor drei Wochen teilte beispielsweise die Postfinance mit, dass sie sieben weitere Banken für die Bezahl-App Twint gewinnen konnte. Neu hinzu kämen in den nächsten Wochen und Monaten die Migros-Bank, Bank Coop, Basler Kantonalbank, St. Galler Kantonalbank, Basellandschaftliche Kantonalbank sowie die Regionalbanken Bernerland Bank und Bank BSU, wie es damals hiess.

Damit sei Twint schweizweit das grösste Netzwerk für Mobile Payment mit bald insgesamt 15 Bankenpartnern. Bereits bei Twint waren zu diesem Zeitpunkt Coop und Migros.

Ende Januar erweiterte die von SIX, UBS und ZKB lancierte Bezahl-App Paymit ihre Funktionalität. Seit Februar kann mit der App bei ersten Geschäften bezahlt werden.

Zudem haben die im Schweizer Kreditkartengeschäft tätigen Firmen Aduno und Swisscard sowie die Softwarefirma Netcetera ein eigenes digitales Portemonnaie geschaffen. Damit soll das Bezahlen beim Onlineshopping einfacher werden.

Wie der Medienmitteilung vom Mittwoch zu entnehmen ist, sollen Entwicklungen der beiden Lösungen Twint und Paymit unverändert weitergehen und angekündigte neue Funktionen unabhängig vom Fortgang der Gespräche wie geplant eingeführt werden.

(SDA)

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