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«Strafrechtlich ist das Einbehalten von Retrozessionen äusserst heikel»

Strafrechtsprofessor Marcel Niggli sagt, Banker und Vermögensverwalter hätten seit Jahren gewusst, dass das Einstecken von Kommissionen problematisch sei. Er habe schon lange eine Strafanzeige erwartet.

Von Bruno Schletti
Weil sich die Bank Coutts weigert, einbehaltene Kommissionen auszuhändigen, wurde Anzeige eingereicht. Foto: Keystone
Weil sich die Bank Coutts weigert, einbehaltene Kommissionen auszuhändigen, wurde Anzeige eingereicht. Foto: Keystone

In Zürich ist gegen die Bank Coutts Anzeige erstattet worden – wegen einbehaltener Kommissionen. Die Vorwürfe sind Privatbestechung, ungetreue Geschäftsbesorgung und Betrug – starker Tabak?

Starker Tabak? Das kann man so sehen. Im Prinzip sind Vermögensdelikte immer starker Tabak, weil die meisten mit fünf Jahren Freiheitsentzug bestraft werden. Sobald im Bereich des Vermögens Delikte zur Diskussion stehen, wird es problematisch. Das schweizerische Strafgesetz ist streng bei Vermögensdelikten. Geld ist wichtig und die Delikte deshalb gravierend. So betrachtet ist es nicht unbedingt starker Tabak.

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