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US-Notenbank belässt Leitzins unverändert

Aufgrund der guten Wirtschaftslage lässt die Federal Reserve (Fed) ihren Leitzins auf dem Niveau zwischen 1,5 und 1,75 Prozent.

An ihren vergangenen drei Sitzungen seit Juli hatte die Zentralbank den Leitzins um jeweils 0,25 Prozentpunkte gesenkt: Fed-Chef Jerome Powell. Foto: Keystone
An ihren vergangenen drei Sitzungen seit Juli hatte die Zentralbank den Leitzins um jeweils 0,25 Prozentpunkte gesenkt: Fed-Chef Jerome Powell. Foto: Keystone

Die US-Notenbank (Fed) lässt ihren Leitzins zum Jahresende wie erwartet unverändert. Er bleibt auf einem Niveau zwischen 1,5 und 1,75 Prozent, wie die Federal Reserve am Mittwoch mitteilte. Zugleich kündigte die Zentralbank an, die niedrige Inflationsrate und die Entwicklung der Weltwirtschaft verschärft in den Blick nehmen zu wollen.

An ihren letzten drei Sitzungen seit Juli hatte die Zentralbank den Leitzins noch um jeweils 0,25 Prozentpunkte gesenkt, um eine Abkühlung der US-Wirtschaft zu verhindern.

Der Arbeitsmarkt sei robust und die Wirtschaft sei zuletzt in moderatem Tempo gewachsen, erklärte die Fed. «Der Zugewinn an Arbeitsplätzen in den vergangenen Monaten ist, im Durchschnitt, solide und die Arbeitslosenquote ist niedrig geblieben», erklärte die Zentralbank. Die Ausgaben der Konsumenten stiegen weiter rasch an, die Inflation sei insgesamt aber stabil unter dem Zielwert von 2 Prozent. Einzig die Exporte und die Investitionen der Unternehmen sind nach Ansicht der Fed weiter «schwach».

Angst vor einer Rezession scheint gebannt

Noch an der letzten Sitzung hatten die Entscheider der Fed vor Unsicherheitsfaktoren gewarnt, die die wirtschaftliche Lage auch wieder eintrüben könnten. Mit der positiven Beschreibung der Lage vom Mittwoch signalisierte die Fed daher auch, dass in den kommenden Monaten mit keinen neuen Zinsschritten zu rechnen sei. Offiziell schrieb die Fed dazu nur, dass alle wirtschaftlichen Daten genau beobachtet würden, damit die Bank «angemessen» handeln könne.

Die Angst vor einer Rezession in den USA, die massgeblich zu den diesjährigen Zinssenkungen geführt hatte, scheint unterdessen erst einmal gebannt. Noch im Sommer hatten Warnsignale auf dem Anleihenmarkt, schwächere Wirtschaftsdaten und die anhaltenden Spannungen wegen des Handelskrieges mit China Angst vor einem Abschwung genährt.

Arbeitslosigkeit niedrig - Wirtschaft wächst

An der Handelsfront gibt es noch keine Entspannung zu vermelden, doch die US-Wirtschaft zeigt sich robust: Die Arbeitslosenquote lag zuletzt auf ihrem niedrigsten Stand seit 50 Jahren, die Wirtschaft wuchs im dritten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent.

Der Leitzins ist der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken über Nacht Geld leihen. Senkungen verbilligen Kredite, weswegen Firmen leichter investieren können und viele Konsumenten weniger für den Schuldendienst ausgeben müssen - sie haben so mehr Einkommen zur Verfügung.

Aus Sicht der Notenbank haben sich die drei Zinssenkungen um je 0,25 Prozentpunkte zur Stabilisierung des Aufschwungs daher bewährt: Fed-Chef Jerome Powell sagte Ende November, «Prognosen erwarten insgesamt anhaltendes Wachstum, einen starken Arbeitsmarkt und Inflation in der Nähe von zwei Prozent». Und er fügte hinzu: «Meiner Meinung nach ist das Glas mehr als halb voll.» Die Wirtschaft wächst seit zehn Jahren - der bislang längste dokumentierte Aufschwung.

SDA/step

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