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Viele Banken geben den Kunden nicht, was ihnen zusteht

Bankkunden, die Vertriebskommissionen zurückfordern, stossen auf massiven Widerstand. Anwälte werfen einem Teil der Banken Verschleierungs- und Verzögerungstaktik vor.

«Verzögerung, Verjährung, Verzicht»: Gemäss Experten versuchen die Banken mit allen Mitteln, die Rückzahlung von Kommissionen zu vermeiden.
«Verzögerung, Verjährung, Verzicht»: Gemäss Experten versuchen die Banken mit allen Mitteln, die Rückzahlung von Kommissionen zu vermeiden.
Alessandro Della Bella, Keystone

Eigentlich ist der Fall klar: Die Kommissionen (auch Retrozessionen oder Kickbacks genannt), welche Banken und unabhängige Vermögensverwalter für den Vertrieb von Anlageprodukten über Jahre zurückbehalten haben, gehören den Kunden. So hat das Bundesgericht zweimal – 2006 und 2012 – entschieden. Und das hat auch die Aufsichtsbehörde (Finma) in einer Mitteilung an die Banken festgehalten: «Bestandespflegekommissionen, die Banken in ihrer Funktion als Vermögensverwalter erhalten, gehören dem Kunden.» Im gleichen Schreiben hielt die Finma fest: «Dem Entscheid des Bundesgerichts ist im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit umgehend Rechnung zu tragen.»

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