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Warum der Brexit die Pensionskassen trifft

Grossbritanniens neuer Kurs bringt den Immobilienmarkt des Landes durcheinander. Dort haben auch Schweizer Pensionskassen investiert.

Vorsichtige Anlagestrategie: Der Anteil des ausländischen Immobilienbestands von Schweizer Pensionskassen macht laut Analysten acht Prozent aus. (Archivbild)
Vorsichtige Anlagestrategie: Der Anteil des ausländischen Immobilienbestands von Schweizer Pensionskassen macht laut Analysten acht Prozent aus. (Archivbild)
EPA / Daniel Hambury, Keystone

Für viele Schweizer Immobilien-Investoren und auch für Pensionskassen bringt der Brexit nichts Gutes mit sich, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. In Erwartung verlässlicher Renditen erwarben sie in den letzten Jahren Gebäude in London, Aktien britischer Immobiliengesellschaften oder Anteile an Schweizer Immobilienfonds mit einem hohen Anteil von Auslandsinvestments.

Jetzt zeigt sich, dass Grossbritanniens zu erwartender EU-Austritt wohl deutliche Kursverluste mit sich bringen dürfte.

Anteil macht acht Prozent aus

Robert Weiner vom Beratungsunternehmen «Wüest & Partner» bezeichnet die Einbussen für ausländische Investoren in der Woche nach dem Entscheid als «herb», es sei gleichzeitig zu einem Wert- und einem Währungsverlust gekommen.

Aufgrund ihrer traditionell vorsichtigen Anlagestrategie – vor allem im Hinblick auf Immobilieninvestments im Ausland – dürften sich die Verluste Schweizer Pensionskassen jedoch in Grenzen halten. Analysen von «Wüest & Partner» aus dem Jahr 2013 zufolge machte der Anteil des ausländischen Immobilienbestands der Schweizer Pensionskassen nur etwa acht Prozent aus.

Bringt schwaches Pfund Investitionen?

Ob und wie stark die britischen Immobilien in den Fonds an Wert verlieren, bewerten lokale Schätzungsexperten laut «SonntagsZeitung» jeweils unterschiedlich. Viele Experten beurteilten die Lage wenig positiv, da nach dem Brexit ein geringeres Wirtschaftswachstum zu erwarten sei und damit auch die Nachfrage nach kommerziellen Immobilien sinke.

Andere Analysten spekulierten jedoch auf Wachstumsimpulse durch das schwache Pfund und die tiefen Zinsen. Diese könnten wieder zu höheren Investitionen anregen.

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