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Wenn Gewinne verschwinden

Auch Schweizer Konzerne liessen sich Steuervehikel in Luxemburg massschneidern.

Ominöse Steuerkonstrukte: Ein Mitarbeiter der SR Technics geht seiner Arbeit nach.
Ominöse Steuerkonstrukte: Ein Mitarbeiter der SR Technics geht seiner Arbeit nach.
Nicola Pitaro

Die Finanzspritze war gigantisch: 195'000 000 Franken wollte der Staatsfonds von Abu Dhabi in SR Technics injizieren. Ein Konsortium aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte die frühere Swissair-Tochter nach dem Grounding der Airline aufgekauft.

Wie aus einem Dokument aus dem Jahr 2009 hervorgeht, planten die Investoren, die frischen Millionen durch ein System von vier Luxemburger Holdingfirmen, welche die SR Technics kontrollierten, in die Schweiz zu leiten. Dafür nutzten sie ein Darlehen mit Gewinn­beteiligung. Die Luxemburger Steuer­behörden akzeptierten, spätere Rückflüsse des Geldes nach Abu Dhabi als Schuldzins und nicht als Dividende einzustufen. Mit dem Resultat, dass in Luxemburg nur ein minimaler Gewinn von 0,125 Prozent versteuert werden musste. Der gesamte restliche Gewinn konnte dagegen steuerfrei durch das Grossherzogtum und weiter in die Arabischen Emirate geschleust werden.

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