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«Wir haben ein systemisches Problem»

Peter Gomez, Präsident der Börsenbetreiberin SIX, erklärt, warum die Finma-Kritik wirkungslos verhallt.

«Manche Leute sagen, ich sei etwas vorlaut»: Börsenpräsident Peter Gomez kehrt der SIX bald den Rücken und geht zurück in die Forschung.
«Manche Leute sagen, ich sei etwas vorlaut»: Börsenpräsident Peter Gomez kehrt der SIX bald den Rücken und geht zurück in die Forschung.
Thomas Burla

Herr Gomez, Sie haben vor sieben Jahren als unbeschriebenes Blatt in der Finanzbranche das Amt des Börsenpräsidenten übernommen. Wie war das? Ich erinnere mich gut, als mich meine Frau eines Abends ans Telefon rief und sagte: «Da fragt jemand an, ob du Präsident der Börse werden willst.» Ich sagte spontan: «Der hat sich sicher verwählt.» Das Angebot war aber ernst gemeint. Ich dachte darüber nach und sagte zu. Manche Leute waren natürlich irritiert zu sehen, dass auf diesem Posten plötzlich ein Professor statt ein Banker oder Finanzmann sitzt. Aber wer mich kannte, sah rasch den Zusammenhang. Die Universität St. Gallen, deren Rektor ich während sechs Jahren war, ist halb privat und halb staatlich finanziert. Das ist bei der SIX ganz ähnlich. Ein Teil unserer Aktivitäten ist gemeinschaftlicher Art, ein anderer Teil steht für sich allein im Wettbewerb. Es braucht ein besonderes Verständnis, ein solches Unternehmen zu leiten.

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