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Zu vieles bleibt im Ungefähren

Mario Draghi präsentierte ein Massnahmenpaket, das in etwa so erwartet wurde. Es dürfte nur begrenzt wirken.

Mario Draghi hat also «geliefert». Und dabei hat der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) im ­Wesentlichen jenes Massnahmenpaket vorgelegt, das vorgängig in der Öffentlichkeit zirkulierte. Ent­sprechend sind die Reaktionen im Devisenhandel und an den Aktienbörsen ausgefallen: Zum europäischen Handelsende lagen die Kurse in etwa wieder auf dem Niveau wie vor Draghis Medienauftritt, dem die Finanz- und Wirtschaftswelt so entgegengefiebert hatte.

Man sollte sich indes hüten, die Enttäuschung in den Märkten zum alleinigen Bewertungsmassstab zu nehmen. Dort hat man sich insgeheim erhofft, dass die EZB eine ähnliche Liquiditätsschwemme auslösen würde, wie das die Notenbanken in den USA und ­Japan mit dem Aufkauf von Staats- und anderen Wertpapieren im Umfang von Hunderten Milliarden Dollar getan hatten (und immer noch tun). Mit einer solchen Geldspritze hätten sich die Preise für Aktien und andere risikoträchtige Anlagen in noch abenteuerlichere Höhen jagen lassen.

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