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Gericht weist Milliardenklage gegen Porsche ab

New York/Frankfurt Der deutsche Sportwagenhersteller Porsche hat in einem milliardenschweren Rechtsstreit mit US-Investoren um die Übernahmeschlacht mit VW einen Erfolg errungen.

Die Porsche Holding habe nachgewiesen, dass New York nicht der richtige Ort für die Schadenersatzklage von 26 Hedgefonds gegen das deutsche Unternehmen sei, erklärte ein New Yorker Berufungsgericht am Donnerstag. Die Kläger werfen der Porsche Holding Betrug und ungerechtfertigte Bereicherung im Zusammenhang mit den Transaktionen mit Volkswagen-Aktien im Jahr 2008 vor. Die Hedgefonds sprechen insgesamt von einem Schaden in Höhe von mehr als 1,4 Milliarden Dollar. Porsche hatte argumentiert, dass die bei New Yorker Gerichten anhängigen Klagen unzulässig und unbegründet seien. Die dortigen Behörden seien nicht zuständig. Dieser Nachweis sei Porsche gelungen, urteilte das New Yorker Berufungsgericht und revidierte eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs des Bundesstaats New York. Im August hatte dieser einen Antrag von Porsche auf Abweisung der Betrugs-Klage abgewiesen. In dem schon Jahre gärenden Rechtsstreit in den USA geht es um eine angebliche Manipulation des Börsenkurses von VW-Stammaktien mit Hilfe von komplexen Optionsgeschäften. Die Porsche Holding hatte sich seit 2005 in Trippelschritten bei VW eingekauft, im März 2008 aber verneint, dass sie den viel grösseren VW-Konzern beherrschen wollte. Im Oktober 2008 liess Porsche die Katze aus dem Sack: Das Unternehmen gab bekannt, dass es sich direkt und indirekt bereits Zugriff auf fast 75 Prozent der VW-Stimmrechte gesichert hatte. An der Börse hatten viele Investoren angesichts der Mitteilung im März aber auf fallende VW-Kurse gewettet. Sie hatten sich VW-Aktien geliehen und diese verkauft - mit dem Ziel, sie später billiger zurückzukaufen. Nun wurden sie auf dem falschen Fuss erwischt. Um jeden Preis mussten sie die knappen Aktien zurückerwerben. Der VW-Aktienkurs schoss in die Höhe, zeitweise auf über 1000 Euro, wodurch der Wolfsburger Konzern an der Börse zwischenzeitlich das wertvollste Unternehmen der Welt war. Porsche verdiente zwischenzeitlich glänzend an seinen Optionsgeschäften und konnte immer höhere Kredite aufnehmen, musste im Zuge der Finanzkrise den Übernahmeversuch jedoch abblasen, da das Geld ausging. VW drehte den Spiess um, schoss Porsche frisches Geld zu und übernahm zunächst knapp die Hälfte des hochprofitablen Fahrzeuggeschäfts. Seit dem Sommer gehört die Automarke Porsche ganz zum Konzern, die Porsche Holding besitzt aber weiterhin gut die Hälfte der VW-Stimmrechte.

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